Der Start einer Weltreise – Die ersten Tage im neuen Leben

Nachdem wir einen angenehmen Flug hinter uns gebracht haben, empfängt uns Australien, wie kann es anders sein, mir Sonnenschein pur! 🙂 Die ersten Schritte aus dem Flughafengebäude verheißen einen neuen Abschnitt für uns- den Start einer Weltreise. Wir haben es geschafft. Wir sind angekommen und das im wahrsten Sinne. Das, worauf wir uns so lange gefreut haben, ist nun Realität….

 

 

Easy going

Schnell finden wir uns an der Bushaltestelle zurecht und schnappen uns den nächsten Bus in die Innenstadt von Perth. Auf der Fahrt bekommen wir einen ersten Eindruck der australischen Kultur. Gebannt schauen wir aus dem Fenster und lassen uns mitreißen.

Highway Perth, Hochhäuser

Highway Perth

Als wir an unserer Station angekommen sind, laufen wir ein Stück durch die Stadt und profitieren von den genialen öffentlichen Verkehrsmitteln und der „Free Transit Zone“, in der man kostenlos so viel Bus fahren kann, wie man möchte. Generell ist es ziemlich einfach, sich in Perth zurechtzufinden.

Die Menschen wirken tiefenentspannt, freundlich und sehr hilfsbereit. Der Busfahrer interessiert sich für uns und gibt uns etliche Tips für das Leben in Down Under. Hier bedankt man sich bei dem Busfahrer, wenn man den Bus verlässt. Abgefahren! Wir sind begeistert.

Wir checken in unser Hostel „Hay Street Travellers Inn“ ein, das sehr zentral liegt und einen guten Eindruck macht. Für den Anfang gönnen wir uns ein Doppelzimmer. Das Zimmer erfüllt seinen Zweck, dafür sind besonders die sanitären Anlagen und der Rest des Hostels sehr gut. Hier bleiben wir gern ein paar Tage 🙂

 

 

Jetlag oder was?

Ne, irgendwie nicht. Das finden wir auch gar nicht schlimm und stürzen uns direkt in den Central Business District (CBD). Wir gehen ein paar Dinge einkaufen, bei denen nicht die persönlichen Vorlieben, sondern eher der Preis bestimmt, was im Einkaufskorb landet. Zum Glück kennen wir die australischen Preise und verfallen nicht sofort in Schnappatmung. Mit ein bisschen Suchen findet man dann doch auch ein paar Dinge, die nicht ultra teuer und trotzdem gesund sind.

Natürlich gönnen wir uns nach dem langen Flug ein wohlverdientes kaltes Bier. Das ist in der Tat eine sehr teure Angelegenheit, aber nützt ja nichts. So lassen wir den ersten Abend gemütlich und voller Vorfreude auf das Kommende im Hostel ausklingen.

 

 

Die ersten Schritte in Down Under – Große Pläne

Mittwoch- der erste „richtige“ Tag

Bereits für den nächsten Tag (Mittwoch) haben wir uns viel vorgenommen. Typisch deutsch, wollen wir uns zuerst um alles kümmern, bevor wir uns wirklich Zeit geben, anzukommen.

Der erste Weg führt uns zum Australian Taxation Office (ATO). Dort möchte Christian eine Steuernummer (Tax File Number) beantragen. Diese braucht man in Australien zwar nicht zwangsläufig, um zu arbeiten, allerdings zahlt man mit dieser Nummer nur einen geringen Steuersatz von 15 Prozent. Gesagt, getan. Das Beantragen war einfach. Es kann allerdings bis zu 28 Tage dauern, bis man die Tax File Number (TFN) per Post zugeschickt bekommt. Nun heißt es warten.

Danach gehen wir zur National Australian Bank (NAB), um ein Bankkonto für Christian zu eröffnen. Anne hat dort noch ein bestehendes Konto. Wir bekommen einen Termin für den nächsten Tag und ziehen weiter.

Voller Tatendrang beschließen wir uns um australische Telefonnummern zu kümmern. Wir haben gelesen, dass ALDI (ja, richtig gelesen) Prepaid SIM-Karten anbietet, die eine gute Netzabdeckung haben und verhältnismäßig günstig sind. Also machen wir uns zu Fuß auf den Weg zu ALDI, um 2 SIM-Karten zu kaufen. Der Weg dauert ca. eine Stunde, finden wir aber nicht schlimm, da wir ja auch etwas von unserer neuen Heimat auf Zeit sehen wollen.

Straße in einer Vorstadt

South Fremantle

Hostel in Northbridge, Perth

Northbridge

CBD Perth

CBD Perth

Dort angekommen- Enttäuschung. Leider sind momentan keine SIM-Karten vorrätig. Nun gut. Wir kaufen also noch ein paar Lebensmittel ein und nehmen den Bus zurück in die Stadt. Wir besorgen uns bei dem Anbieter Optus eine erste SIM-Karte und bummeln Heim.

Im Hostel angekommen, durchforsten wir das Internet nach einem passenden Auto. Wir möchten uns so schnell wie möglich ein Auto kaufen, um sowohl auf Roadtrips als auch einen potenziellen Job vorbereitet zu sein.

Die wohl bekannteste Plattform, um Autos, Jobs oder andere gebrauchte Dinge zu finden, ist Gumtree. Neben Gumtree schauen wir ebenfalls in verschiedenen Facebook-Gruppen nach guten Angeboten. Dadurch können wir uns bereits am Donnerstag das erste Auto anschauen.

 

 

Donnerstag- Autos, Bank und Burger

Nach dem Frühstück geht es in Richtung Kings Park, um besagtes Auto zu besichtigen. Wir sind entzückt, wie schön Perth ist.

Skyline Perth

Skyline Perth

Es herrscht ein ganz anderes Großstadtfeeling, als man es aus Europa kennt. Die Menschen wirken nicht gestresst, sind freundlich und die Stadt hat mit ihren unzähligen, sehr stilvoll eingerichteten Cafés und Restaurants eine eigene Aura.

Nach der ersten Autobesichtigung wollen wir gerade zurück in die Stadt gehen, als uns ein deutsches Pärchen anspricht und fragt, ob wir uns auch das Auto ihrer Freunde anschauen möchten. Logo! Läuft doch 🙂 Wir entscheiden uns letztendlich gegen beide Autos, haben dafür ein Date für den Abend zu Burger und Bier mit den beiden Deutschen.

Am Nachmittag gehen wir wieder zur Bank, um von einer sehr engagierten und hilfsbereiten Beraterin ein Bankkonto eröffnen zu lassen. Wir können die NAB für Backpacker wärmstens empfehlen. Man bekommt kostenlos ein Girokonto sowie ein Sparkonto und eine Kreditkarte. Obendrauf gibt es (im Vergleich zu Deutschland) lukrative Zinsen.

Die freundliche Beraterin hat uns außerdem eine gute Autoversicherung angeboten, die mögliche Schäden Dritter abdeckt. Nehmen wir! Zufrieden verlassen wir die Bank und besorgen uns eine zweite SIM-Karte von dem Anbieter Telstra.

Direkt im Anschluss haben wir noch einen Termin zur Autobesichtigung und schaffen es noch pünktlich zu unserem Date am Abend. Nach einem guten Burger, ein paar Bier und zahlreichen Tipps von anderen Backpackern schlendern wir glücklich in unser Hostel zurück.

Schlafen gehen wir natürlich nicht ohne einen letzten Blick auf das Telefon, in der Hoffnung, neue Auto- oder Jobangebote zu finden. Dieser Zustand wird noch ein paar Tage anhalten. 😀

 

 

Freitag- Bewerben ist angesagt

Nachdem wir bereits ein paar Autobesichtigungen hinter uns haben, widmen wir uns heute der Jobsuche.

Um unsere Reisekasse aufzufüllen, suchen wir nach einem möglichst gut bezahlten Job (haha, wer tut das nicht). Die angepeilte Branche von uns heißt „Allrounder“ im Outback. Die Aufgaben eines Allrounders können vielfältig sein und richten sich nach den jeweiligen Bedürfnissen des Pubs/Roadhouses/Resorts/was auch immer. Typische Aufgaben sind: Housekeeping, Gartenarbeit, Bedienen des Bottleshops, Küchenhilfsarbeiten, Service an der Bar oder im Restaurant…

Die ausgeschriebenen Stellen in diesem Bereich mit guten Konditionen sind begrenzt, besonders für 2 Leute. Also beschließen wir, wild umherzutelefonieren und direkt anzufragen. Die meisten Pubs suchen derzeit kein Personal. Zu manchen sollen wir unsere Bewerbung schicken. Wir versenden so ca. 30 Bewerbungen an verschiedene Roadhouses und Pubs (vorrangig in Western Australia). So schnell lassen wir uns unseren Enthusiasmus nicht nehmen.

Am Nachmittag wollen wir uns noch ein Auto anschauen und fahren in die Vorstadt zu einem Autohändler. Das Ergebnis ist ernüchternd. Der Dealer unfreundlich, eine Probefahrt nicht möglich und Gewährleistung nur gegen Bezahlung. Das lassen wir lieber.

Wir machen noch einen kurzen Abstecher zum Hafen, genießen den australischen Sonnenuntergang und fallen erschöpft vom Starren auf den Bildschirm und Gesuche ins Bett. Gute Nacht!

 

 

Samstag- Day Off

Heute gönnen wir uns Etwas. Wir fahren an den Strand. Yeeehaaa! 🙂 Endlich das, womit man Australien verbindet: Sonne, Strand und Meer.

Doch vorher- wie könnte es anders sein- eine Autobesichtigung. Kein schlechtes Auto, jedoch vielleicht nicht robust genug, für das australische Outback. Und nebenbei bemerkt diesmal ein sehr netter Autohändler, der nicht zögerte, uns das Auto für eine halb Stunde (während seiner Mittagspause) auszuleihen.

Der Spaziergang zum South Beach Fremantle lässt uns ahnen wie heiß die Sonne im Sommer sein muss. Bereits nach einer halben Stunde Laufen sind wir platt und leicht gerötet (trotz LSF 50). Am Strand genießen wir den feinen weißen Sand, das kristallklare Wasser und einfach mal das Nichtstun.

Park am Strand in South Fremantle, grüne Wiese, Meer

Park am Strand in South Fremantle

Zugang Strand South Fremantle

Zugang Strand South Fremantle

Da Christian nicht sehr lange ausharren kann, steuern wir nach einer Stunde unser nächstes Ziel an- die Brauerei von Little Creatures in Fremantle. Eine super hippe und gemütliche Location, perfekt, um ein Feierabendbier zu genießen. Und wir meinen wirklich genießen. Wir vermuten, die Brauer haben ihr Handwerk verstanden, denn dort sind ein paar leckere Köstlichkeiten entstanden. Definitiv einen Besuch wert!

Brauerei Little Creatures Fremantle

Brauerei Little Creatures Fremantle

Christian mit Bier in Little Creatures Brauerei- guter Start einer Weltreise

Christian voll im Genuss 😀

Danach geht’s wieder zurück ins Hostel und die Auto- und Jobsuche geht weiter. Also fast ein Day Off 😀

 

 

Sonntag- endlich austoben

Am nächsten Tag wollen wir uns einer längst überfälligen Tätigkeit widmen- wir gehen klettern und bouldern. Wir entscheiden uns für die Halle „Rockface“, da sie nicht weit von uns entfernt ist und man sowohl klettern als auch bouldern kann. Wir fühlen uns beide wie nasse Säcke. Seit Wochen waren wir nicht mehr regelmäßig Klettern, das macht sich bemerkbar. Aber das ist uns egal. Wir genießen es, überhaupt wieder gehen zu können.

Kletterhalle "Rockface"

Kletterhalle „Rockface“

Anne beim Bouldern im Rockface

Anne beim Bouldern im Rockface

Im Anschluss geht’s glücklich zurück ins Hostel und voller Hoffnung und Vorfreude auf die morgigen Autobesichtigungen, schlafen.

Fortsetzung folgt… 😉

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